10 Schritte die dir weiterhelfen
1. Soll ich, oder soll ich nicht ?

Sich tätowiren lassen heisst nicht, sich von einem Trend mitreißen zu lassen. Eine Sache für ewig kann keine Mode sein. Deshalb ist es genaustens zu überlegen was man wirklich möchte.
2. Die Wahl des Motivs

Welche Körperstellen möchte ich betonen? Soll man es sehen, oder soll es eine private Angelegenheit bleiben? Oder möchte ich ein Bild, das für mich persönlich eine Bedeutung hat ? Oder möchte ich meine Gefühle zum Ausdruck bringen und alle sollen dran teilhaben ? Das sind ein Haufen Fragen die man sich stellen sollte, bevor man sich unüberlegt in die Welt der Tätowierkunst stürzt.
3. Welcher Stil ? Tribal oder ein Bild ? Schattiert oder farbig ?

Wenn du dich entschlossen hast, geht es hier nun um die Feinheiten. Wenn du ein Tribal möchtest, kannst du es schwarz ausfüllen oder auch schattieren lassen. Bei einem Bild stellt sich die Frage: Eher realistisch oder im Comic Stil ? Möchte ich ein großes Schattenbild oder etwas buntes ?
4. Wohin, auf welche Körperstelle ?

Will ich es sichtbar, oder lieber auf eine Stelle die ich mit Kleidung verdecken kann ? Mit einem Tattoo kann man gut Körperstellen betonen aber auch von Problemzonen ablenken. Man sollte sich aber immer im klaren sein das ein Tattoo an Händen, Gesicht oder Hals auch so manchen Ärger mitbringt. In manchen Jobs ist es ratsam sein Tattoo auch verdecken zu können, sonst handelt man sich schnell Ärger mit dem Chef oder sogar eine Kündigung ein. Viele verantwortungsvolle Studios lehnen Tattoos im Gesicht oder Händen ab, weil sowas immer wieder mal einem Steine in den Weg legen könnte. -Das Leben ist halt noch lang und wer weiss schon was morgen ist-. Bei Tätowierungen z.B. am Rücken ist zu beachten, das man etwas weiter in die Zukunft blickt. Wenn man sich das erste Tattoo auf das Schulterblatt stechen lässt ist ein fließendes Rückenbild fast unmöglich. Ein tätowiertes Armband auf dem Bizeps lässt sich später kaum noch harmonisch in ein Oberarm-Tattoo integrieren. Deshalb plane ein Tattoo von Anfang an richtig.
5. Groß oder klein? Hier muss die Größe stimmen

Als Tattoo Einsteiger möchtest du bestimmt nicht riesig groß anfangen (man weiß ja nicht was auf einem zukommt). Auch hier ist es wichtig vorausschauend zu denken, denn ein zu kleines Tattoo wirkt nicht sexy sondern eher kümmerlich. Man muß deutlich erkennen können was es für ein Motiv darstellen soll. Zudem sollte dem Tätowierer genügend Fläche zur Verfügung stehen um seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Erst dann ist ein Tattoo ein Kunstwerk.
6. Die Wahl des Studios

Hygiene und Qualität sind das wichtigste, volle Aschenbecher und Tiere haben im Studio nichts verloren. Um den Kunden vor Krankheiten zu schützen sollte der Tätowierer steriles Einwegmaterial benutzen. Handschuhe, Farben und Nadeln sollten für jeden Kunden gewechselt werden. Bei Farbwechsel sollten Nadeln und Griffstück im Ultraschallgerät gereinigt werden. Sicherlich ist die Kunst nicht gerade unwichtig, denn wem nützt die sauberste Umgebung wenn der Tätowierer sein Handwerk nicht versteht. Aus diesem Grund ist es wichtig sich seine Arbeiten zeigen zu lassen. Jedes gute Studio sollte eine Fotomappe mit gestochenen Arbeiten besitzen. Tätowieren ist Kunst, aber nicht jeder Tätowierer ist ein Künstler.
7. Der Studiobesuch

Sobald du ein geeigneten Tätowierer gefunden hast, besprichst du mit ihm deine Vorstellungen und Wünsche. Ein guter Tätowierer wird in der Lage sein eine Zeichnung für dich anzufertigen oder auch Freihand arbeiten zu können. Ein gutes Studio hält aber auch eine große Auswahl an Motiven für dich bereit. Wenn du dir im klaren bist steht deinem Termin nichts mehr im Wege.
8. Dein Termin

Vor deinem Termin solltest du gut geschlafen und gegessen haben. Alkohol und/oder Tabletten sollten nicht eingenommen werden, da diese das Blut verdünnen und dem Tätowierer die Arbeit erschwerern. Zieh nicht den neusten und teuersten Fummel an, sondern lege Wert auf zweckmäßige Kleidung. Manchmal lassen sich Farbkleckse während des tätowierens nicht vermeiden.
9. Das Abheilen

Der Tätowierer hat sein bestes getan. Jetzt bist du dran. Hier kann durch Unachtsamkeit einiges schief gehen. Wie bei einer Schürfwunde wird sich über das Tattoo ein Wundschorf bilden, der von alleine abfallen sollte. Auf keinen Fall kratzen, auch nicht wenn es juckt. Um ein Aufweichen des Wundschorfes zu vermeiden, solltest du in der Abheilzeit Sauna, Solarien und Schwimmbäder meiden. Halte dich an die Anweisungen des Tätowierers. Er hat langjährige Erfahrungen mit dem Abheilen von Tattoos und weiß am besten was zu beachten ist.
10. Langfristige Pflege

Wie alles, braucht auch ein verheiltes Tattoo Pflege. Der größte Feind einer Tätowierung ist die Sonne. Schütze dein Tattoo mit einem speziellen Sunblocker. Durch starke Sonnenstrahlen kann eine Tätowierung rasch an Farbkraft verlieren und läßt sie schnell verblassen. Lass dich einfach in deinem Studio beraten und wenn du dich an den Anweisungen hälst, wirst du lange Freude an deinem Tattoo haben.